BWIN’s Ausstieg: Lizenz steht zum Verkauf

Hintergrund
Nach der Angaben der russischen Glücksspielorganisation Bookmaker Ratings sind die Gründer von Bwin im Gespräch über den Verkauf ihrer Glücksspiellizenz. Die Lizenz ist im gemeinsamen Besitz des britischen Unternehmens GVC Holdings, der Investmentgesellschaft A&NN Investments und Digital Betting LLC. Eigentümer von A&NN Investments ist der Milliardär Alexander Mamut. Quellen zufolge hatte er lange geplant, die Lizenz zu verkaufen.
Qiwi – ein möglicher Lizenzkäufer
Gerüchten zufolge laufen derzeit die Verhandlungen über den Verkauf der Lizenz zur Abwicklung eines Glücksspielgeschäfts an den digitalen Zahlungsdienst Qiwi. Qiwi arbeitet schon mit mehreren offiziellen russischen Buchmachern zusammen. Mit Qiwi-Service können die Benutzer auf diese Glücksspiel-Websites die Ein- und Auszahlungen vornehmen. Höchstwahrscheinlich plant Qiwi um eine völlig neue Glücksspielmarke in Russland zu schaffen. Das Unternehmen hat sich abgelehnt, diese Informationen zu kommentieren.
Die Branchenkenner gehen davon aus, dass der Lizenzverkauf zur Liquidation des Gemeinschaftsunternehmens Digital Betting LCC führen wird, weshalb Bwin Casino vollständig vom russischen Wettmarkt verschwindet.
Stars Group interessiert sich auch
Laut anderen Quellen ist das kanadische Unternehmen Stars Group auch am Erwerb der Bwin-Lizenz interessiert. Diese Informationen basieren auf der Ankündigung des CEO von Stars Group Rafi Ashkenazi aus dem letzten Jahr. In diesem Jahr hat er bekannt gegeben, dass die Stars Group und ihre Marke PokerStars Sports die Registrierung für Sportwetten in Russland beantragen. Die Stars Group kommentiert dies jedoch ebenfalls nicht.
Geschichte von BWIN
Digital Betting LCC war 2015 gegründet und hat 2016 eine Lizenz erhaltet. Bwin selbst hat seine Arbeit in Russland nächstes Jahr begonnen. Auf dieses Projekt wurden große Hoffnungen gesetzt, da sich im russischen Internetsegment erstmals ein internationales Wettunternehmen eingetreten hat. Zu dieser Zeit hat der Start von Bwin.ru als revolutionär gegolten.
Wie bekannt wurde, hat Mamut geplant, jährlich bis zu 10 Millionen Euro für Marketing der Wettwebseite im RU-Segment zu ausgaben. Er wollte mindestens drei Jahre lang in der Werbung zu investieren. Das Projekt hat jedoch nicht den Erwartungen von Mamut entsprochen und hat die Webseite in den letzten 2 Jahren schlecht funktioniert.
Es wurde auch berichtet, dass der frühere CEO Bwin.ru Dmitry Sergeyev zuvor eine mögliche Partnerschaft mit britischen Giganten angekündigt hatte.
Unrentables Geschäft
Laut Statistik hat das russische Online-Wettgeschäft im Jahr 2018 274 Millionen Rubel (3,8 Millionen Euro) verloren. Davon hat sich der Verlust von Bwin.ru auf 145 Millionen Rubel (2 Millionen Euro) belaufen. Bwin.ru ist in die Liste der am wenigsten besuchten Glücksspielseiten in Russland aufgenommen worden. Im Vergleich zu Marktführern wie Fonbet.ru konnte Bwin nur einen geringen Anteil der Besucher anziehen.
Unsere Redaktion verfolgt die Neuigkeiten der Branche. Bleiben Sie auf unserem Blog, um zuerst die Details einer Bwin.ru-Lizenzverkaufstransaktion zu erfahren.
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